Schnelltests: zuhause und für alle

Schnelltests für Covid-19 sind in aller Munde. Sie sollten aber lieber in aller Haus sein. Noch dürfen in Deutschland Schnelltests nur von medizinischem Personal angewendet werden. Man muss also zum Arzt gehen um getestet zu werden. Der Weg zum Arzt und etwaige Wartezeiten vor Ort, machen den Vorteil dieser Covid-19 Test – sie liefern Ergebnisse in Minuten – zunichte. 

Sinnvoller wäre es, wenn sich Menschen morgens zuhause testen könnten. Durch eine Gesetzesänderung dürfen geprüfte und zugelassene Tests nun an Privatpersonen abgegeben werden. Es ist aber noch kein Test für diese Art von Gebrauch zugelassen wurden. Rapidtests.de macht sich für schnelle Zulassungen und Aufklärung stark. Warum? Hier drei gute Gründe. 

  1. Antigen-Schnelltest zeigen Infektiosität an. Der oft diskutierte Nachteil der Schnelltests ist ihre Sensitivität – die ist geringer als bei PCR Tests. Nicht alle Infizierten sind positiv im Schnelltest. Das ist der Natur der Tests geschuldet. Schnelltest erkennen virale Proteine (genannt Antigene) – daher der Name Antigen-Schnelltest. PCR-Tests erkennen Erbmaterial, welches amplifiziert werden kann und daher in geringen Mengen nachweisbar ist. Kleinste Mengen nachzuweisen ist aber zur Pandemie Bekämpfung nicht entscheidend. Die Sensitivität vieler Antigen-Schnelltests entspricht der Viruslast in den ersten Wochen der Infektion. Also der infektiösen, oft noch asymptomatischen Phase. Wenn wir also durch häufiges und großflächiges Testen 9 von 10 Infizierten ausmachen und quarantänisieren können bevor sie andere anstecken- super! Berechnungen zeigen, dass SARS-CoV2 in sechs Wochen fast ausgestorben wäre, wenn sich 75% aller Menschen alle drei Tagen testen würden! Der gleiche Trend, wenn auch langsamer, ist mit 50% Mitmachbereitschaft zu erreichen.
  1. Schnelltests zuhause sind genauso gut wie Schnelltests beim Arzt. Die Tests für zuhause sind nicht nur leicht zu handhaben, sondern auch genau so gut wie Schnelltests beim Arzt. Eine Studie der Charité und des Universitätsklinikums Heidelberg zeigte, dass von 40 PCR-bestätigten Covid-19 Fällen 33 auch zuhause mit Schnelltest erkannt werden, 34 mit Schnelltest vom Arzt. Die nicht erkannten Fälle hatten eine niedrige Viruslast gemeinsam.
  1. Ein Stück Sicherheit und Normalität zurück gewinnen. Schnelltests -weder beim Arzt noch zuhause- können AHA(+LA) ersetzen und sind kein Freifahrtschein um Feste zu feiern. Aber sie können Sicherheit geben. Menschen mit viel Kontakt zu ihren Mitmenschen wie Pflegepersonal oder Lehrer:innen zum Beispiel. Überhaupt könnten flächendeckende Tests die anstehenden Schulöffnungen sicherer gestalten. Mehr als 700 Lehrer:Innen haben Selbsttests schon erfolgreich in einer Studie getestet und mehrere a- oder pre-symptomatische Personen identifiziert. Damit wurden Infektionsketten frühzeitig durchbrochen. Auch hier wurde regelmäßig – alle 48 Stunden getestet. Idealerweise würden alle das tun. Oder wenigstens bevor man zu Oma fährt oder wenn es im Hals kratzt. Die Tests geben uns die Chance pro-aktiv und eigenverantwortlich die Pandemie zu bekämpfen. 

Viele Hersteller streben eine Zertifizierung und Zulassung an. Im Angesicht der Pandemie, können Sonderzulassungen bei der BfArM beantragt werden – hier darf die Zertifizierung nachgereicht werden. Mit den ersten Sonderzulassungen wird im März gerechnet. Hoffentlich nimmt sich Deutschland dann ein Beispiel an Österreich, wo jedem Menschen pro Monat 5 kostenlose Tests gestellt werden und Test an Schule ausgegeben werden.

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